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Fischlexikon

Aalmutter

Aalmuttern (Zoarcidae) sind bodenlebende lebendgebährende Standfische der Seegrasregion in der Nord- und Ostsee.
Durchschnittsgröße: 20-30 cm, Höchstlänge 50 cm.
Kennzeichnung: Körper langgestreckt, vorne beinahe drehrund. Maul unterständig. Färbung dunkel. Die Rücken-, Schwanz und Afterflosse bilden einen Flossensaum. Bauchflossen klein und kehlständig.
Allgemeines: Die Aalmutter bevorzugt 4 - 10 Meter tiefe Küstenabschnitte der Seegrasregion und ernährt sich vorwiegend von Kleinkrebsen, Würmern, Schnecken und Jungfischen. Paarungszeit August bis September.

Aal

Aale (Anguillidae) sind gegen Gewässerverschutzung und Monotonisierung ihrer Lebensräume sehr anpassungsfähig. Sie sind nachtaktiv und verstecken sich tagsüber zwischen Wurzeln, Wasserpflanzen, in Höhlen und ähnlichen Unterschlüpfen versteckt.
Durchschnittsgröße: 40-60 cm, Höchstlänge bis 1,50m, bei einem Durchschnittsgewicht von 0,5 kg. Es sind Höchstgewichte bis über 5 kg bekannt.
Kennzeichnung: Die Rücken-, Schwanz und Afterflosse bilden einen Flossensaum. Rücken dunkel, Bauch weiß bis gelb, große geschlechtsreife Exemplare silberweiß (Blankaal).  
Allgemeines: Der Aal ist Raubfisch und Friedfisch, der in fast allen Gewässern vorkommt und meist in der Nacht auf kleine Fische, Würmer, Schnecken, Krebse usw. Jagd macht. In Binnenseen und im ganzen Küstengebiet der Ost-und Nordsee. Zum Ablaichen wandern sie u.a. von Juli bis Oktober mehrere tausend Kilometer weit, z.B. in den Westatlantik, wobei sie sich am Erdmagnetfeld, Strömungen und Wassertemperaturen orientieren können.

Äsche

Äsche
Die Europäische Äsche (Thymallus thymallus) ist ein Knochenfisch aus der Familie Salmonidae.
Durchschnittsgröße: Das Gewicht der ausgewachsenen Äsche beträgt etwa 500 - 1500 g; die Länge der ausgewachsenen Äsche liegt in der Regel zwischen 30 und 50 cm. Besonders große Exemplare können bis zu 3000 g schwer und bis zu 60 cm lang werden.
Kennzeichnung: Auffälliges Merkmal der Äsche ist die große Rückenflosse. Diese Rückenflosse, die so genannte Äschenfahne, ist bei den männlichen Äschen stärker nach hinten ausgezogen als bei den Weibchen.
Allgemeines: Die Äsche war Fisch des Jahres 1997. Sie ist ein hervorragender Speisefisch, dessen Fleisch sich durch einen leicht thymianartigen Geruch auszeichnet.

Bachforelle

Das Vorkommen einer Bachforelle (Salmo trutta forma fario) zeigt eine ökologische Flusszone mit kaltem und klarem Wasser an. Die Laichzeit ist von Oktober bis Januar.
Sie ist in Tiefen von 1-15 Metern zu finden.
Durchschnittsgröße: Sie wird im Durchschnitt 25 cm groß, selten bis über 50cm und erreicht ein Gewicht von höchsten 5 Kg.
Kennzeichnung: Erkennungsmerkmale sind die hell umrandeten, roten Punkte auf den Flanken und die rotgerandete Fettflosse.
Allgemeines: Durch den hohen Wasserqualitätsanspruch ist die Bachforelle stark bedroht.
Sie ernährt sich  vor allem von Insekten und im Wasser lebenden Insektenlarven, kleinen Fischen und kleineren Krebstieren. Auch Kannibalismus ist bei der Bachforelle verbreitet.

Bachschmerle

Die Bachschmerle (Barbatula barbatula) ist ein Bodenfisch. Sie verfügen über die Fähigkeit der Darmatmung.
Durchschnittsgröße: Ihre Körpergröße liegt zwischen 8 und 12 cm, maximal 16 cm.
Kennzeichnung: Der Körper weist eine rundliche Form und eine hellgraue Farbe mit leicht dunkleren Flecken auf. Sie besitzt keine bis sehr kleine Schuppen, dafür aber eine dicke Schleimhaut.
Allgemeines: Ihre Schleimhaut, über die sie wie der Schlammpeitzger auch einen Teil des Sauerstoffbedarfs decken kann, ist eine ihrer Besonderheiten. Die nachtaktive Bachschmerle durchwühlt den Kies oder Sand nach Fressbarem. Sie sucht dabei vorwiegend nach organischen Abfällen, Insektenlarven, Kleinkrebsen, Egeln oder Schnecken. Auch Fischlaich wird nicht verschmäht.

Barbe

Die einheimische Barbe, auch Flussbarbe oder Pigge (Barbus barbus) genannt, ist ein Fisch aus der Familie der Karpfenfische (Cyprinidae), Unterfamilie Barben (Barbinae). Die Flussbarbe gehört zu den stark gefährdeten Fischarten. Sie war der Fisch des Jahres 2003 in Deutschland.

Durchschnittsgröße: Sie kann bis zu 80 cm lang und 11 Kilogramm schwer werden. 1974 wurde in der Ems ein Rekordfisch von 17 Pfd. auf Teig gefangen.

Kennzeichnung: Sie hat einen langgestreckten Körper mit auffallend großen Flossen, die es ihr ermöglicht in stark strömenden Gewässern zu leben. Ihr Körper ist mit kleinen Schuppen besetzt. Die Flussbarbe hat ein rüsselartiges, unterständiges Maul und vier dicke Bartfäden (je zwei an Oberlippe und Unterlippe) was sie als Grundfisch ausweist. Der Rücken der Flussbarbe ist graugrün, die Seiten goldgelb schimmernd. Der Bauch ist wie bei allen Arten der Barben weiß, die Flossen graugrün bis rötlich.

Allgemeines: Die Flussbarbe ist ein typischer Grundfisch der sich in starken Strömungen wohlfühlt. Sie bevorzugt steinig-sandigen Untergrund. Die Barbe ernährt sich von Fischlaich, Insektenlarven, Muscheln, Schnecken und Würmern. Größere Barben stellen auch kleinen Fischen nach.

Bitterling

Der Bitterling (Rhodeus amarus, früher auch Rhodeus sericeus amarus) ist in pflanzenreichen, flachen, langsam fließenden oder stehenden Gewässern mit sandigem oder schlammigen Grund zu finden.
Durchschnittsgröße: Der Bitterling wird 6 bis 9 cm groß.
Kennzeichnung: Der Bitterling ist eine kleine Fischart mit relativ hohem Rücken und halbunterständigem Maul. Den Körper schützen große Schuppen, die Poren der unvollständigen Seitenlinie sind nur auf den ersten 4 bis 7 Schuppen hinter dem Kopf erkennbar. Den größten Teil des Jahres ist der Rücken graugrün gefärbt, Seiten und Bauch sind silbrig. Über die Mitte der Seiten zieht sich ein opalisierender Streifen blaugrüner Farbe.
Allgemeines: Die Bitterlinge sind bei der Fortpflanzung auf Muscheln angewiesen, die denselben Lebensraum bewohnen. Die früher stellenweise großen Bestände der Bitterlinge gehen zurück, da mit zunehmender Wasserverunreinigung die Verbreitung der Muscheln stark abgenommen hat.

Brassen

Brassen (Abramis brama), auch Brachsen oder Blei genannt, sind auf Grund ihrer Nahrungssuche bodenorientiert. Sie leben in Schwärmen und bevorzugen nährstoffreiche, langsam fließende oder stehende Gewässer mit schlammigem Grund.
 
Durchschnittsgröße: Sie können bis zu 15 Jahre alt werden und Längen von bis zu 60 cm und Massen bis 4 kg erreichen.

Kennzeichnung: Die Färbung reicht von silbergrau bis bronzefarben. Die Brustflossen reichen bis zum Ansatz der Bauchflossen. Alle Flossen sind dunkelgrau.

Allgemeines: Sie ernähren sich überwiegend von wirbellosen Tieren wie Chironomidenlarven und Schlammröhrenwürmern. An diese Ernährungsweise sind sie durch sein unterständiges, vorstülpbares Maul und die hochrückige, seitlich abgeflachte Körperform, die ein exaktes Manövrieren in der Strömung ermöglicht, hervorragend angepasst.

Butterfisch

Butterfische (Pholidae) haben weißes, festes, grätenarmes Fleisch und sind vor allem in Amerika ein beliebter Speisefisch. Es sind bei diesem Fisch des öfteren hohe Quecksilberwerte aufgefallen.
Durchschnittsgröße: Der europäische Butterfisch wird 15-30 cm groß.
Kennzeichnung: Sie haben einen aalartig schlanken Körper mit langer Rücken- und Afterflosse.
Allgemeines: Es wird zur Vorsicht bei dem Verzehr dieses Fisches geraten, da in Australien
danach Krämpfe, Erbrechen, Kopfschmerzen und Durchfall beobachtet wurden. Außerdem kann es zu orangefarbenen, öligen Stuhlgang nach dem Verzehr kommen. Zurückzuführen
sind diese Symptome  vermutlich durch die schwer oder gar nicht verdaulichen Wachsester, die 90 % des Öls beziehungsweise Fetts dieser beiden Fischarten ausmachen.

Dornhai

Der Dornhai (Squalus acanthias) ist ein Hai aus der Familie der Dornhaie (Squalidae), deren Gattung Squalus aus nur einer Art besteht, die allerdings die meisten Individuen unter den Haien stellt.
Durchschnittsgröße: Dornhaie werden etwa einen Meter lang und erreichen ein Gewicht von bis zu zehn Kilogramm, selten darüber.
Kennzeichnung: Der Dornhai hat einen schlanken, langgestreckten Körper mit spitzer Schnauze. Die Farbe von Rücken und Flanken variiert von dunkelgrau bis braun mit weißen Flecken, die Bauchseite ist hell. Vor jeder seiner beiden Rückenflossen befindet sich ein spitzer Dorn – daher der Name –, der über eine Furche mit einer Giftdrüse verbunden ist.
Allgemeines: Sie leben in einer Tiefe von 50 bis 200 Metern und treten weltweit in gewaltigen Schwärmen auf. Aufgrund der langsamen Vermehrung sind sie, wie viele andere Haiarten auch, besonders durch Überfischung bedroht und stehen auf der Roten Liste gefährdeter Arten. Die grätenfreien Rückenstücke des Dornhais kommen in Deutschland als Seeaal auf den Markt. Die Bauchlappen werden geräuchert als Schillerlocken gehandelt.

Dorsch

Der Dorsch (Gadus morhua), ausgewachsen und geschlechtsreif auch Kabeljau genannt, lebt vom Küstenbereich in 2° bis 10° C kaltem Wasser bis hin zu Tiefen von über 600 m.
Durchschnittsgröße: Die Länge im Nordatlantik kann 2 m, bei bis zu 95 kg betragen. Die in der Ostsee lebende Unterart (Gadus morhua callarias) erreicht maximal ein Gewicht von 30 kg, normal ist aber eher der 2 bis 4 kg Dorsch.
Kennzeichnung: Drei Rückenflossen und die zwei Afterflossen , sowie die Kehlständigen Bauchflossen, einzelne Bartfaden am Kinn, deutlich erkennbare geschwungene Seitenlinie. Das auffälligste Unterscheidungsmerkmal von anderen Schellfischartigen wie Wittling und Köhler, ist die Marmorierung in der Färbung, die je nach Gebiet von grünlich (Grasdorsch), gräulich (Sanddorsch), bräunlich (Tangdorsch) bis zu rötlich (Rotdorsch) geht.
Allgemeines: Die Weibchen laichen im Frühjahr 500.000 - 5.000.000 Eier ab. Die sich daraus entwickelnden Jungfische sind Planktonfresser und gehen nach 4 - 5 Monaten als Allesfresser zur Bodenlebensweise über. Alte Dorsche ernähren sich räuberisch.

Döbel

Der Döbel (Leuciscus cephalus), auch Aitel oder Eitel, ist eine Fischart aus der Familie der Karpfenfische (Cyprinidae). Zu dieser Fischgruppe gehören etwa 1500 Arten.
Durchschnittsgröße: Der Döbel wird ca. 40 bis 60 (max. 70 cm, bis 5 kg schwer) Zentimeter lang.
Kennzeichnung: Der Döbel hat einen gestreckten und seitlich abgeflachten, torpedoförmigen Körper. Der Kopf ist sehr groß und das endständige Maul breit. In seinem Habitus ähnelt er dem Aland (Leuciscus idus), hat aber größere Schuppen mit einer dunklen Umrandung, die eine netzartige Zeichnung ergeben, und eine nach außen gebogene Afterflosse. Der Rücken und die Flanken sind silbern bis golden, die Bauch- und Brustflossen rötlich gefärbt. Die Fettflosse fehlt.
Allgemeines: Der Döbel wird zwar zu den „Friedfischen“ gezählt, weil er als Karpfenfisch keine Zähne im Maul hat, aber in Wirklichkeit ist er ein Allesfresser. Neben Algen und Wasserpflanzen zählen auch Wasserinsekten, deren Larven, Schnecken, Muscheln und Würmer zu seiner Nahrung. Je älter er wird, desto mehr verlegt er sich auch auf die Jagd nach Kleinfischen. Döbel schlagen auch gelegentlich einmal eine Maus, die im Wasser schwimmt.

Elritze

Elritzen (Phoxinus phoxinus) sind gesellig lebende Schwarmfische klarer, schnellfließender Gewässer sowie nährstoffarmer und sauerstoffreicher Seen. In Deutschland besiedeln sie bevorzugt Bäche der Forellenregion, wobei diese über entsprechende submerse (untergetauchte) Vegetation, ausreichende Flachwasserbereiche und sandig-kiesige Untergründe verfügen müssen.
 
Durchschnittsgröße: Sie erreichen mittlere Köperlängen von 8-11 cm (max. 12-14 cm), ein Alter von 3-4 (max.5-6) Jahren sowie Gewichte von 12-15 g und gehören somit zu den kleinsten Weißfischarten Mitteleuropas.
Kennzeichnung: Auffallendes Merkmal der Elritzen ist die olivfarbene bis dunkelgrüne Färbung des Rückens, die von etwa 15 dunklen Querbinden unterbrochen wird. Oberhalb der Seitenlinie ist oft ein messingfarbener Seitenstreifen sichtbar. Die Männchen zeigen eine auffallende Laichfärbung (rötliche Verfärbung der Bauchseite).
Allgemeines: Bei Gefahr verstecken sich Elritzen u.a. unter dem Wurzelwerk der Uferbäume (oftmals Erlen bzw. Ellern - daher der Name!). Sie unternehmen zur Laichzeit (April-Juli) in großen Scharen flußaufwärts gerichtete Wanderungen und laichen über kiesigen Stellen im fließenden Wasser ab, wobei ihr Laich durch seine Klebrigkeit an Kieseln oder Steinen haftet. Die langsam wachsenden Jungfische vereinen sich oft mit jungen Bachforellen zu Schwärmen und dienen letzteren später auch als Nahrung. Elritzen ernähren sich v.a. von Bodentieren und Anflugnahrung.
Wegen der hohen Ansprüche an ihren Lebensraum stellt die Elritze einen bedeutsamen Indikator für intakte Ökosysteme dar.

Flunder

Die Flunder (Platichthys flesus), auch Butt genannt, ist ein nachtaktiver und geselliger Grundfisch, der die Sandböden der küstennahen Flachwassergebiete, brackigen Haffe und Bodden sowie der Flußunterläufe besiedelt.

Durchschnittsgröße: Flundern erreichen eine mittlere Körperlänge von 25-30 cm (max. 50 cm) und eine Masse von 0,5-2 kg.

Kennzeichnung: Ovaler, stark abgeflachten Körper, wobei sich beide Augen auf einer Körperseite befinden. Äußerlich dornige Hautwarzen längs der Flossensäume, am Kopf, sowie entlang der Seitenlinie. Diese lassen die Haut rauh erscheinen und gaben der Flunder auch den Beinamen "Rauhbutt". Die Knochenleiste zwischen den Augen setzt sich bis zur Seitenlinie fort und weist im Gegensatz zur Scholle keine größeren Knochenhöcker auf.

Allgemeines: Die Flunder hält sich nahe am Grunde oder im Sand versteckt auf und verzehrt besonders Kleinkrebse, Würmer, Schnecken und Muscheln. Aber auch Fischlaich und Kleinfische sowie Insektenlarven werden nicht verschmäht. Laichzeit ist je nach Region von Januar bis Mai.

Flussbarsch

Der Flussbarsch (Perca fluviatilis) besiedelt erfolgreich fast alle Gewässertypen und -regionen, bevorzugt aber pflanzenreiche Gewässerabschnitte. Lediglich Sauerstoffmangel kann er nicht ertragen und fehlt daher in kleinen, nährstoffreichen Tümpeln mit zeitweiligem Sauerstoffdefizit.

Durchschnittsgröße: 15-25 cm, Höchstlänge bis 50 cm, bei einem Gewicht von bis zu 2 kg.

Kennzeichnung: Rücken dunkelgrün, Seiten messinggelb bis grünlich, 5-9 schwärzliche Querbinden, blauschwarzer Fleck am Ende der ersten Rückenflosse, die mit starken Stacheln versehen ist, Flossen meist gelb-rot.

Allgemeines: Der Barsch ist ein gefräßiger Raubfisch, der von kleinen Fischen, Flohkrebsen, Insekten und Würmern lebt. Er liebt ruhiges Wasser und steht gerne hinter Baumwurzeln, Buhnenköpfen, Floßholz usw., in den Seen an den sogenannnten Barschbergen, also Seebodenerhebungen.

Flusskrebs

Der einheimische Edelkrebs (Atacus astacus) ist  in sauberen pflanzenreichen Seen und sauerstoffreichen Fliessgewässern anzutreffen und gehört zu den bedrohten Tierarten. Der amerikanischen Flusskrebs (Orconectes limosus), welcher auch in Seen mit geringerer Wasserqualität anzutreffen ist, wurde 1890 in Deutschland eingebürgert, weil der Edelkrebs durch die Krebspest (Pilzerreger) stark dezimiert wurde.
Durchschnittsgröße: Die Weibchen können bis zu 15 cm, die Männchen selten sogar bis 25 cm lang werden.
Kennzeichnung: Charakteristisch sind die rötlichen Querbinden auf der Oberseite der Hinterleibsringe beim amerikanischen Flusskrebs. Dem gegenüber ist die Rückenplatte des Edelkrebs weniger breit und bedornt.
Allgemeines: Der Edelkrebs reagiert gegenüber dem amerikanischen Flusskrebs bei Gefahr nicht mit Angriff oder Flucht, sondern mit einer Schreckstellung, bei der der Schwanz gegen die Körperunterseite eingeschlagen und mit den Beinen gehalten wird.

Giebel

Der Giebel (Carassius auratus gibelio) gehört zu Familie der Karpfen und
lebt in stehenden oder langsam fließenden Gewässern auf bis zu 5 Metern Tiefe.
Durchschnittsgröße: Die Größe eines Giebels kann 15 bis 40 cm betragen, es wurden aber auch schon Exemplare von über 40 cm Länge und 2 kg Gewicht gefangen.
 
Kennzeichnung: Größter Unterschied zur Karausche ist das Fehlen des dunklen Flecks an der Schwanzwurzel und der Besitz deutlich größerer Schuppen. Außerdem neigt der Giebel stark zu Farbveränderungen, ist aber normalerweise grau oder bronze.
Allgemeines: Wird als Stammform des Goldfisches gesehen und überlebt zeitweiligen Sauerstoffmangel. Auch ohne Befruchtung ist das Heranwachsen eines Jungfisches möglich.
Diese sind übrigens genau genommen Klone des Muttertiers.

Graskarpfen

Der Graskarpfen (Ctenopharyngogon idella), Heimat Ostasien (!), wurde Anfang der 70er Jahre zur Regulierung der stark wegen Überdüngung wachsenden Wasserpflanzenbestände in Seen eingesetzt.

Durchschnittsgröße: Länge bis 1m.

Kennzeichnung: Spindelförmige Körperform mit breitem, oben und unten abgeflachtem Kopf. Schuppen mit dunklem Rand.

Allgemeines: An einem Tag können bis zu 120% des eigenen Körpergewichts (bis 60  kg) gefressen werden. Dies hat teilweise sogar zur Vernichtung von seltenen Wasserpflanzen geführt. Unter 15°C Wassertemperatur wird die Nahrungsaufnahme eingestellt.

Groppe

Die Groppe (Cottus gobio), auch Kaulkopf, Westgroppe, Koppe oder Mühlkoppe genannt, ist ein kleiner, auch in Deutschland vorkommender Süßwasserfisch. Die kaum bekannte Groppe gehört zu den gefährdeten Tierarten und war 1989 Fisch des Jahres, im Jahre 2006 ist sie es wiederum. Außerdem ist sie nachtaktiv.

Durchschnittsgröße: Die Groppe wird etwa 12 bis 16 cm lang.
Kennzeichnung: Sie ist ein Grundfisch mit spindelartigem Körper, einem großen, breiten Kopf, glatter, schuppenloser Haut und zurückgebildeter Schwimmblase.
Allgemeines: Die Groppe ernährt sich von kleinen Bodentieren, wie zum Beispiel Insektenlarven und Bachflohkrebsen. Die Groppe ist eine schlechte Schwimmerin und bewegt sich daher mit gespreizten Brustflossen ruckartig über den Boden. Auf steinigem Untergrund ist sie in Ruhestellung nahezu unsichtbar und tagsüber hält sie sich zwischen Steinen und Pflanzen versteckt.

Grundel

Die Familie der Grundeln (Gobiidae) ist mit etwa 200 Gattungen und fast 2000 Arten die artenreichste Gruppe der Meeresfische.
Durchschnittsgröße: 8mm – 10cm
Kennzeichnung: Sie besitzen zwei Rückenflossen, eine Schwanzflosse und zwei Bauchflossen, die zu einer Art Saugscheibe zusammengewachsen sind.
Allgemeines: Ihre natürlichen Feinde sind größere Fische, See- und Küstenvögel und Seeschlangen. Es wurden verschiedene Arten der Verteidigung entwickelt, wie etwa
das Nervengift Tetrodotoxin oder das Verstecken in Korallen. Manche Grundeln gehen
Symbiose mit Wirbellosen ein.

Gründling

Der Name Gründling (Gobio gobio) verrät schon dessen Lebensraum in Bächen, Flüssen und
Seen mit sandig-kiesigem Grund. Er kommt in einer Tiefen von 0.5-3 Metern vor.
Durchschnittsgröße: Gründlinge werden etwa 10 cm, selten über 15 cm groß.
Kennzeichnung: Er hat große Schuppen und dunkle Flecken auf Rücken und Flanken.
Allgemeines: Der Gründling durchstöbert mit seinen Bartfäden den Gewässergrund nach wirbellosen Bodentieren. Er ist gesellig und laicht im Frühsommer.

Hecht

Größe: 40-80 cm, maximal bis 150 cm. Kapitale Exemplare können Gewichte über 20 kg erreichen.

Kennzeichnung: Rücken dunkelgrün bis schwärzlich, Seiten graugrün- gelblich gebändert, oft mit goldgelben Flecken; starkbezahnter Entenschnabelkopf, mit weit nach hinten gerückter Rückenflosse.

Allgemeines: Der Hecht ist ein großer Räuber, der nicht nur allen Fischen, sondern auch Fröschen, Wasservögeln und kleinen Säugetieren nachstellt. Alle Arten von Unterständen, wie Krautbänke, versunkenes Holz, unterhöhlte Ufer, Buhnenköpfe im fließenden Wasser sind seine bevorzugten Standorte.

Heilbutt

Der Heilbutt (Hippoglossus hippoglossus), oder „Weißer Heilbutt“, ist eine besonders große Art der Plattfische. Die Schwesterart im Nordpazifik ist der Pazifische Heilbutt (Hippoglossus stenolepis). Im Nordatlantik wird ein nicht näher verwandter, aber ebenfalls recht groß werdender rechtsäugiger Plattfisch irreführend als Schwarzer Heilbutt (Reinhardtius hippoglossoides) bezeichnet. Er hat ein wesentlich weniger wohlschmeckendes Fleisch.

Durchschnittsgröße: Bis zu 300 cm Körperlänge und 320 kg Gewicht.

Kennzeichnung: Heilbutte haben typischerweise beide Augen auf der rechten Kopfseite: „Rechtsäugige Plattfische“. Heilbutte haben gefleckte Oberseiten und grauweiße Unterseiten; von anderen Plattfischen kann man sie durch ihren dreieckigen, schwach ausgerandeten Schwanz und durch ihre ungewöhnliche Größe unterscheiden.

Allgemeines: Er ist ein äußerst räuberischer Fisch und frisst Krebse, Fische und Tintenfische, wobei er im Gegensatz zu den meisten anderen Plattfischen nicht am Boden jagt, sondern im Freiwasser. Alle drei Heilbutte sind Speisefische. Ein Heilbutt kann bis zu 50 Jahre alt werden.

Hering

Der Atlantische Hering (Clupea harengus) - ist einer der bedeutendsten Speisefische der Welt und ist die nordatlantische Art der Gattung der Echten Heringe.
Allgemeines: Für die Hanse war der atlantische Hering eines der wichtigsten Handelsgüter. Er kommt sowohl in der Nordsee als auch im westlichen Teil der Ostsee vor. Noch bis in das 20. Jahrhundert hinein war der Atlantische Hering so häufig, dass er als Arme-Leute-Essen galt. Heute sind die Bestände durch starke Befischung und ökologische Probleme in der Ostsee deutlich zurückgegangen, so dass der Hering zunehmend als Delikatesse gehandelt wird.

Hornhecht

Die Familie der Hornhechte (Belonidae) umfasst 34 Arten in 10 Gattungen.
Durchschnittsgröße: Kleine im Süßwasser lebende Arten werden nur 6 bis 7 Zentimeter lang, während große marine Arten bis zu 2 Meter lang werden.
Kennzeichnung: Die Flossen haben keine Hartstrahlen. Rücken- und Afterflosse sitzen weit hinten am Körper, die Bauchflossen befinden sich ungefähr in der Mitte des Körpers. Die Augen der Hornhechte haben einen besonderen Schutz gegen das von oben kommende helle Licht, dem sie als Oberflächenfische besonders ausgesetzt sind. Die Iris hat in ihrem oberen Teil einen Lappen, der das Eindringen direkten Sonnenlichts verhindert. Gestalt und Größe des Irislappens sind bei jeder Art verschieden.
Allgemeines: Hornhechte ernähren sich von kleinen Freiwasserfischen und freischwimmenden Krebsen, die sie in schneller Jagd erbeuten. Bei der Jagd, auf der Flucht oder um sich von Parasiten zu befreien können Hornhechte weit aus dem Wasser springen.

Hummer

Die Hummer (Homarus) sind eine Gattung und können bis zu 60 Jahren alt werden.
Durchschnittsgröße: In Abhängigkeit von der Art können sie bis zu 70cm lang und bis zu 9 kg schwer werden.
Kennzeichnung: Die Farbe variiert stark von einem kräftigen blau bis hin zu dunklen Violetttönen und ist abhängig von der Farbe des Gesteins in ihrem Lebensraum. Die Flanken der Tiere sind gelb bis braun mit dunkleren, oft rötlichen Sprenkeln. Meist ist die rechte der beiden kräftigen Scheren stärker ausgeprägt, da sie zum Beutefang und als Verteidigungswaffe dient. Die linke Schere dient hingegen nur zur Zerkleinerung der Nahrung und ist entsprechend kleiner.
Allgemeines: Lebensraum der Hummer sind im Sommer flache Küstengewässer mit in der Regel felsigem Boden, im Winter zieht er sich in Gewässer von bis zu 50 m Tiefe zurück. Hummer sind nachtaktiv und verbergen sich tagsüber in Hohlräumen und unter Steinen. Sie sind Einzelgänger und ernähren sich überwiegend von Aas, lebenden Fischen, Muscheln und anderen Meeresbewohnern.

Hundshai

Der Bartel-Hundshai (Leptocharias smithii) ist die einzige Art der Familie Leptochariidae. Er ist lebendgebärend (Ovoviviparie).
Durchschnittsgröße: Der Hundshai wird nur 50 bis 82 Zentimeter lang
Kennzeichnung: Es sind hellgraue oder graubraune Haie, an den Nasenlöchern tragen sie die namensgebenden Barteln. Sie haben zwei kleine, stachellose Rückenflossen. Männchen haben stark vergrößerte Vorderzähne.

Allgemeines: Besonders häufig findet er sich auf Schlammböden vor Flußmündungen in Tiefen von 10 bis 75 Metern. Er ernährt sich von kleinen, bodenlebenden Tieren, bevorzugt von Krebstieren. Daneben frisst er Sardinen, Sardellen, Plattfische, Schlangenaale, Schleimfische, Grundeln, Kraken und sogar Schwämme.

Karausche

Die Karausche (Carassius carassius) zählt zu den widerstandsfähigsten Fischen und trotzt
selbst Austrocknung und Sauerstoffarmut. Sie halten sich vorzugsweise pflanzenreichen, schlammgründigen,  stehenden und langsam fließenden
Gewässern in Tiefen bis zu 6 Metern auf.
 
Durchschnittsgröße: Die Karausche wird etwa 60 cm lang und mehrere Kilo schwer.
                                    Außerdem ist sie langsamwüchsig.
 
Kennzeichnung: Sie besitzt eine nach außen gewölbte Rückenflosse, die Färbung ist messinggelb, manchmal auch grau bis grünlich. Bei Jungtieren tritt ein dunkler Fleck auf dem Schwanzstiel auf.
 
Allgemeines: Karauschen können durchaus 5 Tage ohne Sauerstoff überleben.
Sie ernährt sich von Kleintieren und Pflanzen. Größere Exemplare sollen auch kleine Fische fressen. Die Laichzeit ist Mai/Juni. Kreuzungen mit Karpfen sind durchaus möglich.

Karpfen

Durchschnittsgröße: 40-60 cm, bei einem Gewicht von 2-5 kg. Maximalgröße bis 100 cm und 25 kg.

Kennzeichnung: Wildkarpfen langgestreckt, Spiegel-, Lederkarpfen und gezüchteter Schuppenkarpfen hochrückiger; Rücken graublau bis schwarz, Seiten bräunlich bis grüngelb, Bauchseite goldgelb, das Maul hat 4 Barteln.

Allgemeines: Der Karpfen lebt in Flüssen, Seen und Teichen. Seine Nahrung besteht aus Insektenlarven, Würmern und Schnecken.

Katzenhai

Die Katzenhaie (Scyliorhinidae) sind eine sehr große Familie der Grundhaie, und sie besteht aus fünfzehn Gattungen mit ungefähr 89 Arten, die weltweit in den kühlen bis warmen Meeren vorkommen.
Kennzeichnung: Katzenhaie besitzen zwei Rückenflossen (Finnen) sowie Analflossen, haben einen deutlich lang gestreckten Körper, dessen erste Rückenflosse nicht wie bei anderen Haiarten auf der Höhe der Brustflossen, sondern deutlich dahinter liegt.

Allgemeines: Sie kommen ebenso in sämtlichen Wassertiefen vom Flachwasser bis zur Tiefsee vor. Ihren Namen verdanken sie großen Augen, die mit ihren länglichen Pupillen an die Augen von Katzen erinnern und eine Nickhaut besitzen (Augen werden mit dem unteren (!) Augenlid geschlossen). Allen Arten ist gemeinsam, dass sie Eier legen.

Kaulbarsch

Der Kaulbarsch (Gymnocephalus cernuus) ist ein in mitteleuropäischen Flüssen und der Ostsee verbreiteter Brackwasser- und Süßwasserfisch. Er ernährt sich von Insektenlarven, Zooplankton, Würmern und Fischlaich. Darüber hinaus ist der Kaulbarsch recht widerstandsfähig.
Durchschnittsgröße: Kaulbarsche werden 25 cm lang und 400 Gramm schwer.
Allgemeines: Sie sind anspruchslos und finden sich auch in trüberem Wasser zurecht. Durch diese Anpassungsfähigkeit sind sie in den letzten Jahrzehnten auf Kosten des Flussbarsches häufiger geworden. Die Laichzeit erstreckt sich von März bis Mai bei Wassertemperaturen von 10 - 15 Grad. Oft schließen sich die Fische zu großen Schwärmen zusammen, um gemeinsam an flachen Uferbereichen abzulaichen. Hierbei werden die ca. 0,5 - 1 mm großen Eier (50.000-100.000 Stück/Weibchen) in gallertigen Schnüren oder Klumpen vorwiegend an Steinen abgelegt.

Knurrhahn

Die Knurrhähne (Triglidae) umfassen eine Familie von bodenbewohnenden Meeresfischen. Es gibt 14 Gattungen mit über 100 Arten.
Durchschnittsgröße: Die maximale Körperlänge beträgt etwa 1 m.
Kennzeichnung: Typisch für die Knurrhähne sind die zu Tastorganen umgebildeten vorderen 2-3 Strahlen der Bauchflossen, mit denen die Knurrhähne auch kurze Strecken über den Meeresgrund trippeln können. Die Rückenflosse ist geteilt. Markant ist ebenfalls die Kopfform sowie die sehr große, breite Maulöffnung.
Allgemeines: Knurrhähne kommen in allen Meeren vor und leben bevorzugt auf sandigem oder weichem Grund, in dem sie mit ihren verlängerten Flossenstrahlen nach Nahrung stochern. Die Tiere leben in Wassertiefen bis 300 m. Die Nahrung der Knurrhähne besteht aus Fischen, Krebstieren und Mollusken (Weichtiere). Namensgebend für die Familie ist die Fähigkeit, knurrende oder grunzende Geräusche von sich zu geben. Diese Geräusche erzeugt der Knurrhahn mittels eines Muskels über der Schwimmblase, der diese zum Vibrieren bringt.

Krabbe

Die Krabbe (Brachyura) hat in den extremsten Fällen einen Durchmesser von 3-4 Metern (japanische Riesenkrabbe) und heißt auch Kurzschwanzkrebs.
Kennzeichnung: Das erste Beinpaar des Rumpfes ist zu großen Scheren umgebildet, die Augen sitzen auf Stielen. Krabben können bemerkenswert schnell seitwärts laufen. Außerdem besitzen sie ein Exoskelett.
Allgemeines: Es gibt ca. 5000 Arten von Krebsen, die nicht nur am Gewässergrund, sondern auch schwimmend und an Land vorzufinden sind. In der Küchensprache sind mit Krabben normalerweise Garnelen gemeint.

Köhler

Aale (Anguillidae) sind gegen Gewässerverschutzung und Monotonisierung ihrer Lebensräume sehr anpassungsfähig. Sie sind nachtaktiv und verstecken sich tagsüber zwischen Wurzeln, Wasserpflanzen, in Höhlen und ähnlichen Unterschlüpfen versteckt.

Durchschnittsgröße: 40-60 cm, Höchstlänge bis 1,50m, bei einem Durchschnittsgewicht von 0,5 kg. Es sind Höchstgewichte bis über 5 kg bekannt.

Kennzeichnung: Die Rücken-, Schwanz und Afterflosse bilden einen Flossensaum. Rücken dunkel, Bauch weiß bis gelb, große geschlechtsreife Exemplare silberweiß (Blankaal).  

Allgemeines: Der Aal ist Raubfisch und Friedfisch, der in fast allen Gewässern vorkommt und meist in der Nacht auf kleine Fische, Würmer, Schnecken, Krebse usw. Jagd macht. In Binnenseen und im ganzen Küstengebiet der Ost-und Nordsee. Zum Ablaichen wandern sie u.a. von Juli bis Oktober mehrere tausend Kilometer weit, z.B. in den Westatlantik, wobei sie sich am Erdmagnetfeld, Strömungen und Wassertemperaturen orientieren können.

Makrele

Die Makrele (Scomber scombrus) ist ein in Küstengewässern lebender Schwarmfisch.
Durchschnittsgröße: Makrelen sind durchschnittlich 30 bis 50 cm lang und können bis zu 11 Jahre alt werden.
Allgemeines: Sie fressen Plankton und Fischbrut von Heringen, Dorschen oder Sprotten. Makrelen gelten als gute Speisefische. Aufgrund des fetten Fleisches eignen sie sich insbesondere zum Räuchern.

Meeraal

Der Meeraal (Conger conger) oder Seeaal ist eine Art der Gattung Conger aus der Familie der Meeraale.
Durchschnittsgröße: Weibchen können ausnahmsweise bis zu 3 m lang und über 100 kg schwer werden, Männchen erreichen maximal 1,30 m, die Durchschnittsgrößen liegen aber deutlich darunter.
Allgemeines: Auch Kopf und Mund sind erheblich größer. Der Meeraal ernährt sich von Kopffüßern und anderen Fischen, beispielsweise Kabeljau, Pollack, Seelachs.

Meeräsche

Die Familie der Meeräschen (Mugilidae) lebt mit 80 Arten in 17 Gattungen weltweit in tropischen und subtropischen Regionen an Meeresküsten und im Brackwasser.
Allgemeines: Einige Wissenschaftler zählen die Meeräschen zu den Barschartigen (Perciformes). Der Rogen der Meeräsche gilt, getrocknet und gesalzen, in Italien als Spezialität (Bottarga).

Miesmuschel

Die Miesmuschel (Mytilus) ist die wichtigste essbare Muschel und wird vor allem in Frankreich in so genannten Kulturen gezüchtet. Sie setzen sich nach dem etwa 4-wöchigen Larvenstadium an Pfählen oder dergleichen fest.
Durchschnittsgröße: Die Miesmuschel wird 5-10 cm lang.
Kennzeichnung: Sie besitzt eine ovale Form und eine graue bis blau-violette Farbe.
Allgemeines: Durch bestimmte Umstände, wie z.B. durch Allergien oder Einnahme von giftigem Plankton durch die Muschel, kann es zu einer ,,Muschelvergiftung“ kommen.
Die natürlichen Feinde der Miesmuschel sind Seesterne, Walrosse, diverse Fischarten und
Wattmöwen.

Neunauge

Der Verband Deutscher Sportfischer (VDSF), das Bundesamt für Naturschutz (BfN), der Deutsche Angler Verband (DAV) und der Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) haben die Neunaugen zum Fisch des Jahres 2012 gewählt.
Neunaugen, deren Entwicklung rund 400 bis 500 Millionen Jahren zurückreicht, gehören zur ältesten, noch lebenden Wirbeltierklasse der Erdgeschichte. Streng genommen zählen sie nicht zu den „Fischen“, sondern zu den so genannten Rundmäulern. Aufgrund von Schutzmaßnahmen haben sich die Neunaugenbestände in unseren heimischen Gewässern in den vergangenen Jahren allmählich erholt. Mit der Wahl zum Fisch des Jahres soll aber auch darauf hingewiesen werden, dass weitere Anstrengungen unternommen werden müssen, um den Fortbestand der einzelnen Arten zu sichern.
In Deutschland gibt es vier Neunaugenarten: Bach- und Flussneunauge, Ukrainisches Neunauge sowie das Meerneunauge. Statt des gewöhnlichen Fischmauls mit Ober- und Unterkiefer haben alle Arten einen kreisförmigen, innen bezahnten Saugmund auf der unteren Seite des Kopfes. Der Körper ist aalförmig und hat keine Schuppen. Die deutsche Bezeichnung Neunauge ist sehr alt und entstand durch ungenaue Beobachtung Die eigentlichen Augen, die nur einfach vorhandene Nasenöffnung und die sieben, seitlich gelegenen Kiemenöffnungen erwecken bei flüchtigem Betrachten den Eindruck, das Tier hätte neun Augen auf jeder Körperseite.
Alle Neunaugen laichen im Süßwasser ab und kommen dort zur Welt. Während die Bachneunaugen das ganze Leben im Süßwasser verbringen, handelt es sich beim Fluss- und Meerneunauge um Wanderarten. Direkt nach der Umwandlung zum erwachsenen Tier wandern sie ab in die Brackwasserregionen oder ins Meer. Dort ernähren sie sich parasitisch, indem sie sich an Fischen festsaugen und mit ihrem Zungenkopf die Haut aufraspeln. Dabei nehmen sie Blut und Gewebeteile auf. Z. T. bohren sie sich sogar bis in die Körperhöhle des Opfers vor. Im Gegensatz dazu nehmen Bachneunaugen im erwachsenen Zustand keine Nahrung mehr zu sich und werden somit auch nicht als Fischschädlinge auffällig. Mit dem Erreichen der Geschlechtsreife erlischt bei allen Arten die Nahrungsaufnahme.
Zur Fortpflanzung steigen Fluss- und Meerneunaugen oft mehrere hundert Kilometer in die Flüsse zu ihren Laichgebieten auf (sog. Lang-Distanz Wanderer). Im Frühling bilden sich Laichgesellschaften, die unter aktiven Paarungsspielen Laichgruben ausheben, indem sie mit Hilfe des Saugmaules Steine aufsammeln und entfernen. Nach dem Laichakt sterben die Neunaugen an Entkräftung.
Die geschlüpften blinden Larven, Querder genannt, vergraben sich im Sand oder Schlamm. Der Kopf bleibt frei und filtert feine Nahrungspartikel wie Kleinlebewesen oder Pflanzenteilchen aus dem Wasser. Das Larvenstadium ist die längste Phase im Leben der Neunaugen. Es dauert mindestens fünf Jahre. Anschließend vollziehen die Tiere einen erstaunlichen Gestaltwandel vom Larven- zum Erwachsenenstadium.
Im 19. Jahrhundert waren Neunaugen in unseren heimischen Gewässern noch sehr häufig und weit verbreitet. Sie wurden durch die Fischerei genutzt und waren als Nahrungsmittel des Menschen bis ins 20. Jahrhundert beliebt. Durch Verschmutzung und Verbau der Gewässer sind sie stark zurückgegangen. Wo durch Regulierungen keine sandigen Sedimentbänke mehr vorkommen, oder durch Aufstau kiesige Laichplätze verloren gegangen sind und Sandbänke von Schlamm überdeckt werden, verschwinden auch die Neunaugen. Hindernisse wie Querverbauungen können sie nicht überwinden und auch so manche Fischaufstiegshilfen nicht passieren.

Nordseegarnele

Die Nordseegarnelen  (Crangon crangon) sind langschwänzige Zehnfußkrebse von bis zu 8 cm Länge. Sie sind sandfarben, haben kleine Scheren und lange Fühler und vergraben sich meist flach im Sand. Mit der Flut wandern sie auf die Wattflächen hinauf, mit der Ebbe zurück in die Priele.
Sowohl als Räuber als auch als Beutetier ist die Garnele eine Schlüsselart im ökologischen Gefüge des Wattenmeeres.
Wie viele andere Tierarten nutzen Garnelen das Wattenmeer nur in der warmen Jahreszeit. Im Herbst wandern sie ins Tiefwasser ab. Die Garnele ist trotz ihrer kleinen Scheren ein gefräßiger Räuber und knabbert sogar Wattwanderern an den Füßen, wenn diese geduldig in einem Priel verharren. Vögel, Fische, junge Seehunde und Fischer machen intensiv Jagd auf Garnelen. Jährlich werden in der Nordsee etwa 25.000 t gefangen, davon 10.000 t in Deutschland.

Ohrenqualle

Die Ohrenquallen (Aurelia aurita) gehören zur Klasse der Schirmquallen und sind im Atlantischen Ozean weit verbreitet. Sie kommen an den amerikanischen und auch an den deutschen Küsten in der Nord- und Ostsee vor. Die Fortpflanzung findet vermehrt in der Ostsee bis in die südliche Boddensee statt. Die Ohrenqualle pflanzt sich in der Medusengeneration geschlechtlich fort und in der Polypengeneration ungeschlechtlich durch Abschnürung/Knospung.
Durchschnittsgröße: Ihr Durchmesser kann bis zu 40cm groß werden.
Kennzeichnung: Sie besitzt einen flach gewölbten Schirm (weiß bis gelblich) mit vier ringförmigen Geschlechtsorganen in der Farbe braunrot und vier gardinenartig hängenden, bräunlichen Mundarmen.
Allgemeines: Zur Fortbewegung schlägt die Ohrenqualle ihre Randlappen zusammen, so dass ein Rückstoß erzeugt wird. Sie frisst Larven und kleine Fische, die sie mit ihren Armen fängt und anschließend dem Mund zuführt. Kleine Lebewesen können auch von den Wimpern am Schirmrand eingefangen werden.

Petermännchen

Die Petermännchen (Trachinidae) sind eine Familie von hauptsächlich im östlichen Atlantik und seinen Randmeeren vorkommenden Fischen, die zur Ordnung der Barschartigen gehören. Die Petermännchen lauern im Sediment versteckt auf Beutefische, kommt ein Beutefisch nahe genug heran (Angriffe wurden ab ~1 m Entfernung beobachtet) stoßen sie aus ihrem Versteck heraus und auf das Opfer zu.
Allgemeines: Durch ihre giftigen Flossenstacheln und die Gewohnheit, sich in Strandnähe in Sand oder Schlamm einzugraben, stellen einige Arten eine Gefahr für Badegäste dar. Sie zählen zu den gefährlichsten europäischen Gifttieren, ihr Gift besteht aus einer Vielzahl von Proteinen und wirkt als Nerven- und Herzgift. Eine Vergiftung verläuft zwar in der Regel nicht tödlich, sie verursacht aber oft starke, meist sehr schmerzhafte Schwellungen, die sehr lange anhalten können. Bei Verdacht auf eine Vergiftung sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden.

Erste Hilfe: Das Gift des Petermänchens ist ein thermolabiles Protein. Das Eintauchen der betroffenen Extremität (meist ist ein Fuß betroffen) in heißes Wasser deaktiviert das Gift.
Plötze
Siehe Rotauge.

Quappe

Die Quappe (Lota lota) ist ein Knochenfisch aus der Familie der Quappen. Sie war 2002 Fisch des Jahres.
Durchschnittsgröße: Die Quappe erreicht eine Länge von etwa 50 cm, einzelne Exemplare werden sogar bis zu 80 cm lang und bis 8 kg schwer.
Kennzeichnung: Der Körper ist im vorderen Teil im Querschnitt rundlich, im hinteren Bereich (ab der Afterflosse) schlank. Zwei Rückenflossen, die hintere ist sehr lang und reicht fast über die Hälfte des Körpers. Die Afterflosse ist ebenfalls lang, jedoch etwas kürzer als die zweite Rückenflosse. Der Kopf ist flach mit breitem Maul. Am Maul befindet sich unterständig eine einzelne, lange Bartel. Quappen sind meist bräunlich marmoriert gefärbt.
Allgemeines: Die Quappe ist einer der wenigen größeren Süßwasserfische, die in Seen sehr tief vorkommen. Im Bodensee kann sie an den Steilabhängen in mehr als 100 m Tiefe gefunden werden, im Oberen See (USA/Kanada) sogar in 300 m Tiefe.

Regenbogenforelle

Die Regenbogenforelle (Oncorhynchus mykiss) ist im Gegensatz zur Bachforelle toleranter gegenüber der Wasserqualität. Sie ist in Tiefen von 1-6 Meter zu finden.
Durchschnittsgröße: Regenbogenforellen werden bis zu 80 cm lang und 10 kg schwer.
Kennzeichnung: Ihr rötlicher Seitenstreifen ist deutlich erkennbar, besonders bei älteren Männchen in der Laichzeit. Sie ähnelt der Bachforelle, hat jedoch nicht deren ausgeprägtes Muster von roten Punkten. Die Regenbogenforelle hat außerdem einen kleineren und stumpferen Kopf. Der Körper ist mit schwarzen Punkten bedeckt. Männchen tragen einen Laichhaken am Unterkiefer.
Allgemeines: Wurde aus Nordamerika eingeführt und ist ein bedeutender Wirtschaftsfisch.
Sie ernährt sich hauptsächlich von kleinen Fischen und Wasserlebewesen, wie Frösche und
Würmer.

Rotauge

Das Rotauge (Rutilus rutilus), auch Plötze oder Schwal genannt, ist ein Fisch aus der Familie der Karpfenfische (Cyprinidae), die in Eurasien verbreitet ist. Das Rotauge lebt als anspruchsloser Schwarmfisch im Süßwasser aller Gewässertypen, ist aber auch im Brackwasser und in der Nord- und Ostsee zu finden.
Durchschnittsgröße: Sie erreicht eine Länge von 25 bis 45 Zentimetern und ein Gewicht von bis zu 1,5 Kilogramm.

Kennzeichnung: Sie hat einen silbrig gefärbten Körper mit weißer Bauchseite und rötliche Augen und Flossen. Das Rotauge wird oft mit einer verwandten Art, der Rotfeder, verwechselt, da sie sich sehr ähnlich sehen. Die Arten unterscheiden sich jedoch durch den Stand von Bauch- und Rückenflosse: während sich beim Rotauge beide Flossen auf gleicher Höhe befinden, ist die Bauchflosse der Rotfeder leicht vorgezogen. Noch leichter fällt die Unterscheidung anhand ihrer Mäuler: die Rotfeder hat ein oberständiges und das Rotauge ein unterständiges Maul.

Allgemeines: Die Nahrung de Rotauge besteht einerseits aus halbverrotteten Pflanzenteilen und verschiedenen Wasserpflanzen wie z.B. Tausendblatt (Myriophyllum), Wasserlinsen und Armleuchteralgen (Characeae) und andererseits diversen Kleintieren wie Plankton, Würmer, Insektenlaven, Insekten, kleine Schnecken und Muscheln.

Rotfeder

Durchschnittsgröße: 20-25 cm, Maximalgröße 40 cm und 1 kg. Kennzeichnung: Rücken braungrün, Seiten gelbgold, Bauch weiß, Flossen leuchtend rot, Augenfarbe gold-glänzend.

Allgemeines: Die Rotfeder lebt in Seen, in den ruhigen Ufergebieten und Buchten der Flüsse, und am Rande und inmitten des Schilfs und in Krautbetten vorwiegend an der Wasseroberfläche. Ihre Nahrung besteht aus Pflanzen und Kleintieren.

Saibling

Der Saibling gehört zu den Lachsfischen (Salmonidae). Andere Stammformen sind der Bach-, Normal-, See-, Tiefsee-, Wildfang-, Wandersaibling.

Durchschnittsgröße: bis 40 cm, Höchstlänge bis 75 cm (Wildsaibling).

Kennzeichnung: Torpedoförmiger Körper. Junge Tiere schlank, ältere gedrungener. Blaugrün bis braun mit hellen Punkten. Bauch weißlich bis gelborange. Laichzeit Oktober bis Januar.

Allgemeines: Den Seesaibling trifft man in tiefen, kalten sauerstoffreichen Seen mit kiesigsteinigen Grund an. Jungtiere treten häufig im Schwarm auf, während ältere Einzelgänger sind.

Sardine

Eine Sardine (Sardina pilchardus) ist ein essbarer Meeresfisch, der zur Familie der Heringe gehört. Sein Vorkommen erstreckt sich vom nordöstlichen Atlantik bis zum Senegal. Ebenfalls findet man die Sardine im Mittelmeer und im Schwarzen Meer.

Durchschnittsgröße: Sie wird maximal 25 cm lang.
Kennzeichnung: Sardinen haben einen schlanken, langgestreckten Körper und einen längsovalen Körperquerschnitt. Sie sind Schwarmfische.

Allgemeines: Ihre Nahrung besteht aus Fischeiern, Larven sowie kleinen Krebstieren. Sardinen sind hervorragende Speisefische.

Schellfisch

Der Schellfisch (Melanogrammus aeglefinus) gehört zur Familie der Dorsche.
Durchschnittsgröße: Der Schellfisch wird bis 1 m lang und 12 kg schwer.
Kennzeichnung: Er hat eine Seitenlinie wie beim Kabeljau vom Schwanz zum Kopf aufwärts geschwungen und einen runden dunklen Fleck an den Seiten.

Allgemeines: Er lebt hauptsächlich in der Nordsee und im Nordatlantik und schwimmt bevorzugt im Schwarm in einer Tiefe von 40 bis 300 Metern über schlammigem Grund. Mit den Bartfäden am Unterkiefer spürt er am Meeresboden Würmer, Muscheln und Krebse auf, von denen er sich ernährt. In Dinner for One wird Schellfisch als einer der Menügänge bei der Geburtstagsfeier von Miss Sophie zusammen mit Weißwein serviert.

Schleie

Die Schleie (tinca tinca) gehört zur Familie der Karpfenfische. Sie ist in Europa zu Hause. In Nordrhein-Westfalen ist die Schleie schon eine bedrohte Tierart. Sie kommt weniger in Flüssen vor, mehr in Seen, Teichen und auch Mooren. Sie bevorzugt dichte Pflanzenbestände, weichen und schlammigen Grund, den sie nach Insektenlarven, Schnecken und Muscheln durchwühlt.
Durchschnittsgröße: 30-40 cm, bei einem Gewicht von 0,5-1,5 kg. Höchstlänge bis 70 cm und 6-8 kg.
Kennzeichnung: Rücken: olivgrün oder goldbraun, Seiten und Bauchseite: etwas heller und glänzend in messingfarben; Schuppen, schleimige Haut, abgerundete, sehr dunkle Flosse.

Fortpflanzung: Zwischen Mai und Juni. Die Weibchen legen zw. 300.000 und 600.000 Eier an Wasserpflanzen ab. Die Larven schlüpfen vier bis fünf Tage später.

Allgemeines: Die Schleie verdank ihren Namen ihrem Schleim überzogenen Schuppenkleid. Sie ist der Fisch 2007. Die ideale Wassertemperatur liegt zw. 18 und 20 Grad Celsius. An heißen Tagen sucht sie gern dichtes Schilf oder Krautbetten auf, wo sie Ihre Nahrungsaufnahme, den Sauerstoffverbrauch und den Stoffwechsel extrem zurückstellt.

Scholle

Die Scholle (Pleuronectes platessa) laicht im Winter bei Wassertemperaturen von > 6° C in bestimmten Gebieten der Nordsee, wobei ein Weibchen 50.000 bis 520.000 Eier abgeben kann. 10 - 20 Tage nach der Befruchtung schlüpfen die 6-7 mm großen Larven. Sie sind noch symmetrisch "fischförmig" und leben im Freiwasser. Die Umwandlung zum Plattfisch beginnt mit einer Größe von 10-12 mm. Dabei wandert das linke Auge auf die rechte Kopfseite, und die linke Körperseite wird zur Unterseite.

Die Scholle trifft im März und April 12-19 mm groß im Wattenmeer ein. Hier geht sie zum Leben auf dem Grund über. Jungfische halten sich in unmittelbarer Strandnähe auf, älteren Tiere ziehen mit zunehmendem Wachstum in immer größere Tiefen. Hauptnahrung der Scholle sind Muscheln, kleine Krebse und Würmer.

Schwimmkrabbe

Die Schwimmkrabbe  (Portunus holsatus) ist vom Mittelmeer bis zur Nordsee und im Kattegat im nicht trockenfallenden Bereich anzutreffen. Häufig werden die Krabben an Stränden angespült, jedoch "räumen" die Möwen sie hier schnell ab. Man findet die Scheren später in den Speiballen der Möwen.
Mit ihren abgeflachten Paddeln an den Hinterfüßen kann die Krabbe schnell seitwärts und schräg aufwärts schwimmen. Sie führt dabei kreisende Bewegungen aus. Dieser "Propellerantrieb" ist gut zu sehen, wenn man eine gefangene Schwimmkrabbe an den Scheren hält.
Sie ruht am Boden und wartet auf vorbeischwimmende Beutefische. Schwimmt ein Fisch über sie hinweg, so greift sie ihn von hinten unten an, sobald er so weit über sie hinweggeschwommen ist, daß sie ihn mit ihrer schräg aufwärts gerichteten Schwimmbewegung treffen kann.
Die Paarung der Schwimmkrabbe erfolgt im Sommer, nachdem das Weibchen sich gehäutet hat. Wie bei der nahe verwandten Strandkrabbe kann man Pärchen finden, bei denen das Männchen ein Weibchen umher trägt, bis sie "sich auszieht". Die Larven leben im Plankton.

Seedahlie

Die Seedahlie (Urticina piscivora) gehört zu den Seeanemonen und kommt in einer Tiefe von 1-30 Metern vor.
Durchschnittsgröße: 30 cm Durchmesser
Kennzeichnung: Die Mundscheibe weist ein strahlenartiges gelbrotes Muster auf. Außerdem besitzt sie Nesseltentakel am Scheibenrand.
Allgemeines: Die Seedahlie frisst Fische, aber auch Krebse und wirbellose Tiere. Sie ist halbsessil und sitz

Seehase

Der Seehase (Cyclopterus lumpus) ist ein plumper Bodenfisch und besitzt keine Schwimmblase.
Durchschnittsgröße: Er wird 40 bis 70 cm lang und wiegt 1,5 bis 3 kg.
Kennzeichnung: Sie sind dunkelgrau-bläulich bis schwarz gefärbt, die Weibchen scheinen zudem etwas grünlich. Bei einigen Individuen sind dunkle Tupfen oder schwarze Punkte auf dem Rücken und den Seiten vorhanden. Jungfische sind matt olivgrün bis ockergelb gefärbt, mit silbernen Streifen und Punkten. Ihr Körperbau ist plump und rundlich, inklusive Schwanz zweimal so lang wie hoch. Der Körper ist mit Knochenzähnen besetzt, zudem verlaufen vier Dornen- und drei Knochenreihen längs den Körper und Schwanz entlang. Seehasen haben keine Schuppen.
Allgemeines: Die Seehasen kommen am etwa 50 bis 200 m tiefen, steinigen Meeresboden der Küstengewässer bevorzugt in kälterem Wasser vor. Sie ernähren sich von kleinen Fischen, Krustentieren, Weichtieren und Rippenquallen. Da sie schlechte Schwimmer sind, sind sie eine beliebte Nahrungsquelle für Robben. Außerdem sind sie Produzenten des „Deutschen Kaviars“.

Seeigel

Die Seeigel (Echinoidea) bilden eine der fünf Klassen, welche dem Stamm der Stachelhäuter angehören. Es sind in allen Meeren lebende, wirbellose Tiere. Die Klasse wird in 19 Ordnungen mit 46 Familien aufgeteilt. Bis heute sind etwa 950 Arten bekannt.
Kennzeichnung: Die Außenseite dieses Skelettes ist mit einer Epidermis bedeckt. Die eigentlichen, regelmäßigen Seeigel (Regularia) zeichnen sich durch ein hohles, pentamer radialsymmetrisches inneres Kalkskelett aus, welches je nach Art fast kugelförmig oder auch mehr oder weniger abgeplattet sein kann.

Allgemeines: Zum Abweiden ihrer Nahrung (Algen, Aufwuchs) besitzen die Seeigel einen speziellen Raspelapparat, die Laterne des Aristoteles. Seeigel sind getrenntgeschlechtlich. Ihre Eier gelten in östlichen Ländern wie Japan als besondere Delikatesse.

Seenadel

Als Seenadeln werden die zu den Unterfamilien Doryrhamphinae und Syngnathinae gehörenden Fische aus der Familie der Syngnathidae bezeichnet.
Durchschnittsgröße: Sie werden maximal 65 cm lang.
Kennzeichnung: Seenadeln haben eine reduzierte Rumpfmuskulatur und schwimmen mit Brust- und Rückenflossen. Das Maul ist als Fangsaugrohr ausgebildet mit dem sie durch Saugschnappen ihre Beute, meist kleine Krebstierchen fangen.
Allgemeines: Alle Arten leben im Meer, im tropischen Bereich des Indo-Pazifik, lediglich in den Gewässern Süd-Australiens und Japans gibt es auch Vorkommen in gemäßigten Bereichen. Sie leben meist als Paare in Höhlen, unter Riffüberhängen und im Schutz von Korallenblöcken, ernähren sich von kleinen Krebsartigen und putzen auch andere Fische.

Seenelke

Die Seenelke (Metridium senile) reguliert die Länge der Körpersäule, um sich der aktuellen Strömung anzupassen. Um ihren Lebensraum zu beschützen, gebraucht sie spezielle Fangtentakel, welche am Gegner hängen bleiben.
Durchschnittsgröße: Der Durchschnitt beträgt in etwa 30 cm.
Kennzeichnung: Sie besitzt hunderte bis tausende schlanke Tentakel, welche ihr dieses federartige Aussehen verleihen. Ihre Farbe variiert von weiß bis braun-orange.
Allgemeines: Die Seenelke ist in einer Tiefe von bis zu 166 Metern anzutreffen und verträgt Temperaturen von 0°C-27°C. Sie ernährt sich passiv von herumschwebenden Part

Seesaibling

Der Seesaibling (Salvelinus alpinus salvelinus)  bleibt zeit seines Lebens an einen geeigneten See gebunden, in welchem er hauptsächlich im Uferbereich leicht (Oktober-März).
Er wird in Tiefen von 3-30 Metern in klaren und kalten Alpenseen gefunden.
Durchschnittsgröße: Unter Sonderbedingungen entstehen Zwergwuchsformen.
Kennzeichnung: Je nach Lebensraum besitzt der Seesaibling eine unterschiedliche Färbung, ist aber am weißen Vorderrand von Bauchflossen und Afterflosse leicht von den Forellen zu unterscheiden. Zur Laichzeit im Herbst färbt sich vor allem bei den Rognern der sonst weißliche Bauch und die bauchseitigen Flossen rot.
Allgemeines: Der Seesaibling ernährt sich hauptsächlich von Larven, Insekten, Fischen, aber auch Plankton. Während der Paarung zeigen sich die Männchen aggressiv auf die Annäherung von Rivalen.

Seescheide

Seescheiden (Ascidiae oder Ascidiacea) sind sack- oder knollenförmige Wirbellose und gehören zu den Manteltieren.
Kennzeichnung: Erwachsene Seescheiden sind festsitzend, aber in der Jugend können sie als Larven frei schwimmen. Sie sind Nahrungsstrudler. Sie sind von einer Ausscheidung der Außenhaut, dem Mantel, umgeben.
Allgemeines: Sie sind Zwitter, manche können sich jedoch selbst befruchten. Manche Seescheiden leben allein, andere in zusammenhängenden Kolonien. Die Gehirnanlage, die im Larvenstadium vorhanden ist, ist beim erwachsenen Tier komplett verschwunden, wobei sich das Gehirn wie bei dem Schwanz einer Eidechse nachbilden kann.

Seeskorpion

Der Seeskorpion (Myoxocephalus scorpius) ist eine zur Ordnung der Panzerwangen gehörende Fischart. Trotz seines Namens ist er nicht giftig und jagt Würmer, Krebstiere und Sandaale.
Durchschnittsgröße: Er erreicht eine Länge bis zu 40 cm.
Allgemeines: Der Seeskorpion ist hauptsächlich nachtaktiv und lebt in Tiefen von 5 – 30 Metern mit sandigen und steinigen Untergrund.

Seestachelbeere

Die Seestachelbeere (Pleurobrachia pileus) gehört zur Ordnung der Cydippida auch so genannte Rippenquallen.
Durchschnittsgröße: -
Kennzeichnung: Die Seestachelbeere besitzt ein kugelförmiges bis leicht ovales Aussehen und verfügt über wohlentwickelte Kammrippen.

Seestern

Seesterne (Asteroidea) sind eine eigene Klasse und weltweit in den Meeren verbreitet. Fossile Aufzeichnungen belegen das Auftreten der Asteroidea vor über 300 Millionen Jahren vor den Dinosauriern, noch innerhalb 50 Millionen Jahren entwickelten sich deutlich unterschiedlichen 1.600 Arten.
Durchschnittsgröße: Ihre Größe variiert zwischen 1cm und 91cm.
Kennzeichnung: Der Körper ist sternförmig mit typischerweise fünf oder einem Vielfachen von fünf Armen (Pentamerie). Jedoch sind auch Tiere mit sieben, acht, dreizehn oder mehr Armen keine Seltenheit.
Allgemeines: Jeder Arm besitzt alle lebenswichtigen Organe, und kann so nach einer Abtrennung vom Körper die fehlenden Bestandteile „regenerieren“.
Der Magen ist oft ausstülpbar und wird in die als Futter dienenden Muscheln eingeführt, wobei die Füßchen die Muschelschalen mit einer Kraft von bis zu 50 Newton auseinanderspreizen. Somit findet die Verdauung außerhalb des Körpers statt.

Seeteufel

Der Seeteufel (Lophius piscatorius), auch Anglerfisch (ungleich Tiefsee-Anglerfisch), Lotte oder Baudroie genannt, ist ein Fisch aus der Familie der Armflosser.
Kennzeichnung: Seine Körperform ist stark abgeplattet, mit einem sehr großen Kopf und einem entsprechend großen Maul. Auf seinem Rücken befinden sich Stacheln. Einer dieser Stachel ist die "Angel", die durch spezielle Bakterien, die mit dem Anglerfisch in Symbiose leben, zum Leuchten gebracht wird. Damit lockt er seine Beute an, die ihm direkt vors Maul schwimmt.
Allgemeines: Der Seeteufel wird als vorzüglicher Speisefisch genutzt. In Spanien findet man ihn mit der Bezeichnung "Rape" auf der Speisekarte, in Italien heißt er "Coda di Rospo". Er ist besonders beliebt, weil sein Fleisch auch nach der Zubereitung schön fest und fast weiß bleibt.

Seewolf

Die Seewölfe (Anarhichadidae), auch Steinbeißer oder Katfisch genannt, stellen eine Familie innerhalb der Ordnung der Barschartigen (Perciformes) dar. Es sind meeresbewohnende, am Grund lebende Fische.
Durchschnittsgröße: Sie können eine Gesamtlänge von etwa 1,5 m erreichen. Ihr Gewicht kann bis zu 24 kg betragen.
Kennzeichnung: Auffallend ist der massige Kopf mit den sehr starken, bezahnten Kiefern.
Allgemeines: Die Nahrung besteht aus hartschaligen Mollusken, Krabben, Hummern, Seeigeln und anderen Stachelhäutern. Das Fleisch der Seewölfe ist recht schmackhaft, aus der derben Haut lässt sich Leder herstellen. Die Tiere kommen in 1 - 500 m Tiefe auf meist felsigem Grund vor, wo sich zahlreiche Versteckmöglichkeiten für sie bieten.

Seezunge

Die Seezunge (Solea solea) ist einer der begehrtesten und teuersten Speisefische. Die Seezunge wird in der Nordsee gefangen, vor allem im Wattenmeer.
Kennzeichnung: Ihre Unterseite ist hellgrau bis weiß, die Oberseite bräunlich mit kleineren Flecken, je nach Lebensraum gibt es Farbabweichungen. Die Seezunge hat festes, weißes Fleisch.
Allgemeines: Sie lebt einzeln auf sandigen und weichen Böden in einer Tiefe bis 150 m. Die Seezunge ist ein rechtsäugiger Plattfisch und wird zwischen 4 und 8 Jahre alt.

Sonnenbarsch

Der Sonnenbarsch (Lepomis gibbosus) ist aus Nordamerika eingeführt worden.

Durchschnittsgröße: Länge 10 - 15 cm, selten bis 30 cm.

Kennzeichnung: Körper hochrückig, seitlich stark zusammengedrückt. Lange nicht geteilte Rückenflossen. Olivbraun mit vielen grünblauen, gelbbraunen bis orangfarbenen Flecken. Kiemendecke mit schwarz-rotem Fleck.

Allgemeines: Der Sonnenbarsch frisst bevorzugt wirbellose Wassertiere, Amphibienlarven aber auch Fischlaich und -brut. Daher ist aus ökologischer Sicht eine weitere Verbreitung nicht sinnvoll.

Steinbeißer

Der Steinbeißer (Cobitis taenia taenia) (auch Steinpicker oder Dorngrundel genannt) ist ein in Europa und Asien verbreiteter Süßwasserfisch. Die Laichzeit ist von April bis Juni.
Außerdem ist er nachaktiv.
Durchschnittsgröße: Steinbeißer erreichen eine Länge von 8 bis 10 cm, Weibchen vereinzelt auch bis 12 cm. Das Gewicht beträgt 20 bis 60 g.
Kennzeichnung: Der Rücken weist eine gelbbraune von vielen kleinen dunklen Flecken unterbrochene Färbung auf. Auf der Bauchseite sind die Schuppen blassgelb bis orange gefärbt. Der auf dem Rücken befindliche Kamm hat mehrere Reihen schwarzgrauer Flecken. Der Körper ist länglich. Am Maul hat der Steinbeißer 6 Barteln. Unter dem Auge befindet sich ein zweispitziger Dorn, mit dem der Fische schmerzhafte Stiche zufügen kann.
Allgemeines: Es werden langsam fließende Bäche, Flüsse und stehende Gewässer mit klarem sauerstoffreichen Wasser bevorzugt. Steinbeißer kommen dort an flachen und sandigen oder steinigen Stellen vor. Häufig auch in größerer Anzahl. Der Steinbeißer erreicht ein Alter von 3 bis 5 Jahren. Als Maximum in Gefangenschaft werden 10 Jahre angegeben.

Steinbutt

Der Steinbutt (Psetta maxima) ist ein Plattfisch, dessen Augen auf seiner linken Körperflanke liegen. Er ist auf Tiefen von 20-70 Metern vorzufinden - wenn man ihn sieht. Außerdem ist er ein geschätzter Speisefisch.
Durchschnittsgröße: Er wird in der Regel 50-70 cm lang, seltener bis zu einem Meter, wobei er dann ein Gewicht von ca. 20kg auf die Waage bringt.
Kennzeichnung: Der Steinbutt ist fast kreisrund und schuppenlos. Er ist asymetrisch, nämlich „linksäugig“. Seine Farbe ähnelt der des Untergrundes.
Allgemeines: Er frisst vornehmlich am Boden lebende kleine Fische, aber auch Weichtiere und Krebse. Die Paarungszeit ist von Frühjahr bis Sommer.

Sterlet

Der Sterlet (Acipenser ruthenus) gehört zur Familie der Echten Störe. Er ist ein Fließgewässer liebender (rheophiler) Bodenbewohner, der auch gelegentlich im Brackwasser vorkommt. Nach der Winterruhe in tiefen Altwasserbreichen ziehen die laichreifen Sterlets im Frühjahr weit die Flüsse hinauf. Das Ablaichen erfolgt von Mai bis Juni in der Strömung über kiesigem Substrat. Die Eier (Durchmesser ca. 3 mm) haften zwischen den Steinen. Schon nach 4-5 Tagen schlüpft die Brut, die mit der Strömung fort getragen wird.
Die Eier des Sterlet werden in Russland zu feinkörnigem Kaviar verarbeitet.

Merkmale: Der Sterlet besitzt einen schlanken Körper und eine auffällige, leicht nach oben gebogene Schnauze. Hier sitzen lange, befranste Bartfäden, die bis zum vorderen Mundrand reichen. Die Mundwinkel erreichen nicht die Seitenkante des Kopfes. Er hat auffallend große Brustflossen und eine  weit nach hinten verlagerte Rückenflosse. Neben 11-17 Rückenschildern, mit scharfem Kamm und Haken, besitzt der Sterlet 60-70 kleine Seitenschilder, die dachziegelartig angeordnet sind. Der Rücken ist dunkelgrau  bis schwarz-braun und hat einen bläulichen oder grünlichen Schimmer. Der Bauch ist gelblich- bis rötlichweiß gefärbt.  Die Knochenschilder sind elfenbeinfarben.
Lebensräume: Süß- und Brackwasserbewohner der Zuflüsse der östlichen Ostsee, Vorkommen auch in der Donau, den Zuflüssen des Schwarzen, Asowschen und Kaspischen Meeres.
Nahrung: verschiedenste Bodenorganismen, Insektenlarven, Würmer, Schnecken, kleine Fische, Kleinkrebse
Größe: die Durchschnittsgrößen liegen bei 40 cm bis 60cm, Längen bis 100 cm und Gewichte bis zu 7 kg sind möglich.

Allgemeines: Der Sterlet steht auf der Roten Liste in der Kategorie 0 und 1 „vom Aussterben bedroht“ und ist durch das Washingtoner Artenschutz-Übereinkommen geschützt.

Stichling

Der Stichling (Gasterosteus aculeatus) ist ein Wanderfisch, der den Winter im Meer verbringt? Zumindest wenn er kann. Schon ein 10 cm hohes Stauwehr reicht, um ziehende Stichlinge aufzuhalten. Dann bleiben sie, wo sie sind, riskieren aber den Tod unter dickem Eis.

Revierkämpfe und Balz des Stichlings sind ein beliebtes Lehrbeispiel der Verhaltenskunde. Das Männchen baut aus Pflanzenteilen ein Nest und lockt Weibchen zur Eiablage hinein. Jedes Weibchen verteilt seine 100-800 Eier auf die Nester mehrerer Männchen. Diese bewachen und umsorgen das Gelege. Sie hüten die Jungen noch 1 Woche nach dem Schlupf. Die Jungfische wandern im Spätsommer meerwärts.

Der Stichling lebt räuberisch von Kleintieren und Fischlaich und wird selbst oft von größeren Fischen oder von Vögeln erbeutet - vom Eisvogel bis zum Graureiher. Die drei kräftigen Rückenstacheln und die Stacheln der Brustflossen schützen nur gegen kleine Räuber, und erst die hohe Fortpflanzungsrate sichert das überleben des Stichlings. Er ist von Alaska bis zum Schwarzen Meer verbreitet und kann bis zu 3 Jahre alt werden.

Stint

Der Stint oder Europäischer Stint (Osmerus eperlanus) ist einer der kleinsten lachsartigen Fische. Er wurde von Carl von Linné 1758 beschrieben.
Durchschnittsgröße: Der in der Regel 15 bis 18 cm, höchstens 30 cm lange Körper ist schlank und seitlich wenig abgeflacht.
Kennzeichnung: Er ist der kleinste Fisch mit Fettflosse. Stinte haben einen leicht durchscheinenden Körper. Der Rücken und Seiten sind graugrün bis rosa, die Flanken silbrig glänzend. Die Schwanzflosse hat einen dunklen Rand.
Allgemeines: Der Stint wird bis zu 6 Jahre alt. Eigentümlich ist der intensive, an frische Gurken erinnernde Geruch, der dem Fisch auch den Namen gab, abgeleitet von „stinken“.

Strandkrabbe

Die Strandkrabbe (Carcinus maenas) ist nicht nur der prominenteste Krebs im Watt, sondern auch eine ökologische Schlüsselart, denn sie tritt häufig auf, ist eine wichtige Beute für Vögel und Fische und frisst selbst alljährlich 10 % der Biomasse im Watt auf.

Die Paarung erfolgt im Sommer, nachdem das Weibchen sich gehäutet hat. Das Weibchen trägt 200.000 Eier unter dem Schwanz mit sich umher. Die Babykrabben schlüpfen im nächsten Frühjahr. Nach einer Larvenphase im Plankton gehen sie im Juni als Krabbe zum Bodenleben über. Im ersten Lebensjahr wachsen sie bis zu einer Breite von etwa 1,5 cm heran und wandern dann zur Überwinterung in tiefere Wasserzonen.

Würmer, Muscheln, Schnecken, Aas und Algen sind die Nahrung der Krabbe. Jungkrabben müssen sich vor Fischen und Seevögeln fürchten und vor kannibalischen Verwandten, besonders wenn sie sich frisch gehäutet haben. Größere Exemplare werden von Brachvögeln und Möwen zerstückelt und verschluckt. Auch tauchende Eiderenten befördern Krabben ans Licht und dann in ihren Magen.

Stör

Die Störe (Acipenser) sind recht urtümliche Lebewesen. Ihr Skelett ist nur teilweise verknöchert. Störe stellen höhere Anforderungen an die Gewässergüte, daher waren sie im westlichen Europa im 20. Jahrhundert fast ausgestorben, obwohl sie noch ein Jahrhundert zuvor in der Elbe so häufig waren, dass sich die Dienstboten in Hamburg ein Privileg ausbaten, nicht öfter als zweimal pro Woche Stör zum Essen zu bekommen.
Durchschnittgröße: Die größten tatsächlich registrierten und gemessenen Störe waren zwischen 5 und 6 m lang, und dabei zwischen 1 und 1,5 t schwer.
Kennzeichnung: An den Seiten befinden sich fünf Reihen von großen Schuppen. Die Schwanzflosse ist asymmetrisch. Der Mund ist unterständig und kann ausgeklappt werden. Vier Barteln dienen den Stören zur Nahrungssuche im Boden.
Allgemeines: Störe werden oft erst sehr spät geschlechtsreif, besonders die Weibchen der großen Arten benötigen zum Teil mehr als 20 Jahre, bis sie zum ersten Mal ablaichen können, während einige kleinere Arten unter guten Umständen schon nach wenigen Jahren die Geschlechtsreife erreichen können. Einige Störe können erwiesenerweise ein Alter von mehr als 100 Jahren erreichen und gehören mit einem Gewicht von bis zu 1400 kg zu den größten Süßwasserfischen der Welt.

Süßwassergarnele

Die Atyidae kommen mit ca. 140 Arten vor allem in tropischen Süßgewässern vor, sie werden daher im Deutschen häufig "Süßwassergarnelen" genannt.
Durchschnittsgröße: 3-4 cm
Kennzeichnung: Das Tier ist wegen seiner Durchsichtigkeit bzw. Transparenz nur schwer zu sehen.
Allgemeines: Der Name „Süßwassergarnele“ trifft allerdings nicht auf alle Arten dieser Familie zu, denn einige Atyidae leben auch in Brack- oder Salzwasser (z.B. die Hawaii-Garnelen). Atyidae fressen Detritus, den sie mit haarigen Fächern an ihren Scheren aus dem freien Wasser fangen oder vom Boden und von Wasserpflanzen auflesen. In Deutschland kommt die Art Atyaephyra desmarestii wild vor.

Taschenkrebs

Der Taschenkrebs (Cancer pagurus) ist eine Unterordnung der Krabben und lebt auf sandigen und felsigen Meeresböden in Nordsee, Atlantik und Mittelmeer. Die Beute des Taschenkrebses besteht aus Aas, Muscheln und Stachelhäutern. Die sehr kräftigen Scheren helfen beim Aufbrechen von hartschaliger Nahrung und bei der Verteidigung gegen Feinde. Das Fleisch dre Scheren ist eine Delikatesse in Helgoland.
Durchschnittsgröße: Er kann eine Panzerbreite von bis zu 30cm erreichen.
Kennzeichnung: Er besitzt einen zu einer kurzen Schwanzplatte umgebildeten Hinterleib.
Allgemeines: Bei der Fortpflanzung legt das Weibchen die Eier erst nach etwa einem Jahr ab, der männliche Samen wird so lange in einer gesonderten Samentasche des Weibchens aufbewahrt.

Ukelei

Der Ukelei (Alburnus alburnus), auch Laube genannt, gehört zu den karpfenartigen Fischen (Cyprinidae). Sie ist auf 0.5-2 Meter zu finden. Die Laichzeit ist von April bis Juni.
Durchschnittsgröße: Lauben werden 12-15 cm lang, selten bis 25 cm.
Kennzeichnung: Er hat einen schlanken Körper mit seitlich abgeflachtem Schwanzstiel. Das Maul ist stark oberständig. Der Rücken zeigt eine grün-graue Farbe, Seiten und Bauch haben einen silbernen Glanz. Die Flossen sind etwas dunkler als der Rücken.
Allgemeines: Er eignet sich hervorragend als Köder beim Zanderangeln. Lauben leben in größeren Schwärmen in Seen und langsamen Fließgewässer von der Barbenregion bis in die Brachsenregion, sind auch im Brackwasser der Ostsee heimisch.

Wels

Durchschnittsgröße: 1-2 m, Höchstlänge bis 3 m, bei einem Gewicht bis zu 200 kg.

Kennzeichnung: Rücken dunkelgrün, braun, auch schwärzlich, meist marmoriert, Bauchseite schmutzig-weißlich; Rückenflosse sehr klein, Afterflosse sehr lang; flacher Kopf, großes, mit zahlreichen spitzen Zähnen besetztes Maul, 2 lange Bartfäden an der Oberlippe, 4 kurze Bartfäden an der Unterlippe.

Allgemeines: Der Wels ist ein großer Raubfisch, der auf alles Jagd macht, was er bewältigen kann: Fische, Frösche, Krebse, Wasservögel und kleine Säugetiere. Er lebt in Seen und Flüssen, wo er sich meistens in der Tiefe in Höhlen und anderen Unterständen aufhält. An trüben, windstillen, gewitterschwülen Abenden raubt er auch in der flachen Uferregion.

Wittling

Aale (Anguillidae) sind gegen Gewässerverschutzung und Monotonisierung ihrer Lebensräume sehr anpassungsfähig. Sie sind nachtaktiv und verstecken sich tagsüber zwischen Wurzeln, Wasserpflanzen, in Höhlen und ähnlichen Unterschlüpfen versteckt.

Durchschnittsgröße: 40-60 cm, Höchstlänge bis 1,50m, bei einem Durchschnittsgewicht von 0,5 kg. Es sind Höchstgewichte bis über 5 kg bekannt.

Kennzeichnung: Die Rücken-, Schwanz und Afterflosse bilden einen Flossensaum. Rücken dunkel, Bauch weiß bis gelb, große geschlechtsreife Exemplare silberweiß (Blankaal).  

Allgemeines: Der Aal ist Raubfisch und Friedfisch, der in fast allen Gewässern vorkommt und meist in der Nacht auf kleine Fische, Würmer, Schnecken, Krebse usw. Jagd macht. In Binnenseen und im ganzen Küstengebiet der Ost-und Nordsee. Zum Ablaichen wandern sie u.a. von Juli bis Oktober mehrere tausend Kilometer weit, z.B. in den Westatlantik, wobei sie sich am Erdmagnetfeld, Strömungen und Wassertemperaturen orientieren können.

Zander

Durchschnittsgröße: 40-60 cm, Höchstlänge bis 120 cm, bei einem Gewicht bis zu 15 kg.

Kennzeichnung: Rücken graugrün mit verwaschenen schwärzlichen Querbändern, Bauch weiß, Körper langgestreckt, spindelförmig, zwischen den Bürstenzähnen starke Hundszähne.

Allgemeines: Der Zander ist ein Raubfisch, der vorwiegend kleine Fische frißt, besonders kleine Stinte. Er liebt tiefes, nicht zu klares Wasser, Flüsse, Seen und Stauseen. Standorte hinter Buhnen und am unteren Ende der Strömung hinter Untiefen. Reich an Zander sind die Haffe, die salzarmen Gebiete der Ostsee und der Nord-Ostsee-Kanal. Bevorzugt trübes Wasser.

Zobel

Der Zobel oder Scheibpleinzen (Abramis sapa) ist eine Art aus der Gattung der Brassen (Abramis).
Durchschnittsgröße: Selten wird er länger als 35 cm und schwerer als 800 g.
Kennzeichnung: Mit seiner silbernen Farbe und dem seitlich stark abgeflachten, hochrückigen Körper ähnelt er sehr dem Güster. Brust und Bauchflossen sind gelblich, Rücken-, Schwanz- und Afterflosse grau, wobei letztere mit bis zu 48 Weichstrahlen sehr viel länger ist als die des Güsters.

Das Fachgeschäft

Die Tauchprofis ist ein Fachgeschäft, welches sich auf alle Angebote rund um das Tauchen spezialisiert hat. Den Schwerpunkt bilden Tauchausbildung, Tauchausrüstung und Tauchreisen in den Regionen Braunschweig, Wolfsburg, Gifhorn, Salzgitter, Wolfenbüttel und Peine. Der Laden "Die Tauchprofis" wurde im Jahre 2010 als Nachfolger von Tauchsport Hartwig gegründet, welcher seit MItte der 90er Jahre in der Fallersleber Str. in Braunschweig ansässig war.

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